Biologische Grundlagen des Alterungsprozesses
Älterwerden beschreibt einen biologischen Prozess, der mit einer Abnahme der Leistungsfähigkeit einhergeht. Der Alterungsprozess wird häufig begleitet von altersassoziierten Erkrankungen wie Arthrose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Der Verlauf des Alterns bei uns Menschen ist individuell sehr unterschiedlich, dabei spielen sowohl psychische als auch gesellschaftliche Aspekte eine Rolle. Das Lebensalter des Menschen wird nur zu 30 % über die Vererbung bestimmt, die restlichen 70 % können wir selbst beeinflussen über Lebensweise, Ernährung und Umwelt.
Freie Radikale und ihre Rolle bei Zellschäden
Alterungsprozesse entstehen unter anderem durch die Anhäufung oxidativer Schäden an Zellen, wobei freie Radikale entstehen, die die Zelle schädigen. Freie Radikale sind Moleküle, denen ein Elektron fehlt, weshalb sie sehr reaktionsfreudig sind und verschiedene Strukturen im Organismus angreifen können. Durch die Überproduktion freier Radikale kann es zu einer unkontrollierten Kettenreaktion und Freisetzung weiterer entzündungsfördernder Substanzen kommen, was schließlich zum Zelltod führen kann. Infolgedessen können bestimmte Stoffwechselvorgänge nur noch eingeschränkt stattfinden, weshalb freie Radikale eine essentielle Rolle bei der Pathogenese von Erkrankungen und Alterungsprozessen spielen.
Antioxidative Schutzsysteme des Körpers
Freie Radikale können mithilfe von Antioxidantien eingefangen und neutralisiert werden. Antioxidantien sind körpereigene und körperfremde Verbindungen, die in der Lage sind, Radikale zu neutralisieren und damit Oxidationen sowie Radikalkettenreaktionen zu verhindern. Enzymatische antioxidative Schutzsysteme werden vom Körper gebildet und benötigen bestimmte Mikronährstoffe wie Eisen, Kupfer und Selen als Cofaktoren, um ausreichend zu wirken. Nicht enzymatische Antioxidantien werden direkt über die Nahrung aufgenommen; dazu zählen unter anderem die Vitamine A, C und E sowie bioaktive Pflanzenstoffe.
Oxidativer Stress als Faktor der Alterung
Wird der Körper nicht ausreichend mit antioxidativen Stoffen versorgt, kommt es zu einem Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen und antioxidativen Schutzsystemen des Körpers. Dieser Zustand wird als oxidativer Stress bezeichnet. Die oxidative Belastung und die damit einhergehenden Zell- und Gewebeschäden häufen sich altersbedingt an.
Telomere als Biomarker des Alterns
Ein Maßstab für die Abnutzung der Zellen und das Ausmaß der Zellschäden stellen die Enden von Chromosomen, die sogenannten Telomere, dar. Telomere werden auch als Biomarker des Alterns bezeichnet, da sie unsere DNA vor enzymatischem Abbau schützen. Bei jeder Zellteilung geht ein Telomerstück verloren, bis sich die Zelle schließlich nicht mehr teilen kann. Jeder Körperzelle steht somit nur eine begrenzte Anzahl an Zellteilungen zur Verfügung. Die Ausgangslänge der Telomere ist genetisch bestimmt. Wie schnell die Zellteilung stattfindet, kann jedoch durch verschiedene Faktoren wie Lebensstil, Ernährung und Stress beeinflusst werden.
Einfluss von Ernährung und Nährstoffen auf die Zellalterung
Durch eine gesunde Ernährung können bestimmte Enzyme, sogenannte Sirtuine, aktiviert werden, welche den Telomerabbau verlangsamen können und somit Alterungsprozesse verzögern. Diese Enzyme können durch bestimmte Nährstoffe reguliert werden.
Curcumin als bioaktiver Wirkstoff
Ein bekanntes Beispiel hierfür ist Curcuma-Extrakt mit dem Wirkstoff Curcumin, welcher antioxidativ, immunmodulatorisch und antientzündlich wirkt. Curcuma kann somit therapiebegleitend bei verschiedenen Krankheiten, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, entzündliche Erkrankungen und Tumorerkrankungen, eingesetzt werden.
Quelle: Symbolbild